
Das
Projekt um den Berliner Saxophonisten besteht seit 1996. Die Band hat sich
inzwischen zu einem festen Bestandteil der Berliner Jazz-Szene entwickelt, in
der sich die gefragtesten Sidemen/women der Stadt die Klinke in die Hand geben.
Derzeit präsentiert sich das Quintett in folgender Mannschaftsaufstellung:
Die
Hornsection, bestehend aus Michael Scheunemann am Alto & Sopransaxophon und
Eddie Hayes am Flügelhorn, sorgt mit ausgelassener Spielfreude für die
Umsetzung der oft eigenwilligen Arrangement.
Unterstützt
von Pianist Sebastian Wittstock, Bassist Dirk Strakhof und Schlagzeuger Wolfgang
Roggenkamp, alle drei Musiker erster Wahl und Leader eigener Formationen, präsentiert
sich das Ensemble als überzeugend homogene Einheit.
Das
Programm besteht in erster Linie aus Originalen des Leaders. Die Kompositionen
sind eine erfrischende Mischung aus verinnerlichter Jazz-Tradition und dem
Wissen um aktuelle Sounds und Strukturen des modernen Jazz.
Extreme
Kontraste und Effekthascherei sind nicht zu erwarten. Vielmehr geht es den
„5“ darum, eigensinnige und authentische Melodien mit modernem harmonischem
Material zu verknüpfen. Das Ergebnis sind kompakte Stücke, die mitunter zu
Ohrwürmer mutieren können.
Neben
den zahlreichen Eigenkompositionen gehören selten gespielte Stücke von Woody
Shaw, Tom Harrell, oder auch unbekannteren Protagonisten des modern Jazz zum
Repertoire.
Daß diese Mischung auf- bzw. abgeht, beweist die im Oktober 2001 veröffentlichte CD „Michael Scheunemann 5 - Light Blue“, die vom Jazz-Publikum unter anderem mit folgenden Kommentaren bedacht wurde:
„Mit
ihrem Debütalbum beweisen die Michael Scheunemann 5, daß intelligente
Arrangements keineswegs verkopft klingen müssen. (...)Und deshalb kommen die
Kompositionen so frisch, kraftvoll und unprätentiös daher, als ob sie den
Musikern gerade im Aufnahmestudio eingefallen seien.“
(Claus Röck, NDR)
„Dass
das Geschehen (...) nicht in berechenbar gebahnten Pfaden verläuft, dafür
sorgt die fröhlich fabulierende Spielfreude von fünf ausgewiesen versierten
Protagonisten der improvisierten Musik.
Die
Geschichten, die neben Adaptionen von Tom Harrels „Angela“ und Woody Shaws
„Katrina Ballerina“ in neun Eigenkompositionen Scheunemanns (...) erzählt
werden, klingen klar, nachvollziehbar und glaubwürdig. Sie zeugen bei allem
Traditionsbewusstsein von eigenständiger und stabiler Individualität.“
(Tobias
Becker, Jazzpodium)
(Lionel
Haas, jazzradio 101.9)
Michael
Scheunemanns Quintett zeigt sich im Konzert als entspannt und gleichzeitig
energetisch agierende Band die es schafft, ihre Spielfreude auf das Publikum zu
übertragen.
Fazit: moderner Jazz-Sound mit Biss & Groove.